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Wir stellen 12 Garne nebeneinander – nach Faser, Garnstärke, Lauflänge, Pflege und Preis je 100 g. Damit vor dem Kauf klar ist, welches Garn zu Ihrem Projekt und zu Ihrer Nadel passt.
Ein Hinweis zur Sprache gleich vorweg: Wolle ist die Faser vom Tier, Garn das Produkt im Knäuel. Weil fast alle nach „Wolle" suchen, steht das Wort in Überschriften und Adressen; im Fließtext heißt das Knäuel durchgehend Garn.
Drei Angaben entscheiden, ob ein Garn zu einem Vorhaben passt: die Faser, die Garnstärke und das Projekt. Nach genau diesen drei Merkmalen – und zusätzlich nach dem Preis – lässt sich der Vergleich filtern.
Alles Weitere steht auf der Banderole: Lauflänge, empfohlene Nadelstärke, Maschenprobe und Pflegehinweis. Wie Sie diese Angaben lesen, erklärt der Ratgeber für Anfängerinnen und Anfänger.
Und die Preisfrage: Günstige Garne gibt es ab etwa 4 € je 100 g, meist als Sparset mit 500 oder 1000 g; nach oben reicht die Spanne im Vergleich bis über 50 € je 100 g. Teurer heißt dabei nicht automatisch besser – es heißt fast immer: feinere Faser.
Alle Garne nach diesen drei Merkmalen filtern →Die Faser bestimmt Griff, Wärme und Pflege. Merinowolle und Alpakawolle werden in den ausgewerteten Rezensionen häufig als weich beschrieben – am häufigsten genannt wird im Feld allerdings die Gründl Shetland Winterwolle, die zu 80 % aus Polyacryl besteht; Mischungen mit Polyamid sind auf Strapazierfähigkeit gerechnet, Baumwolle und Polyacryl-Mischungen auf Pflegeleichtigkeit und Preis.
Die Garnstärke muss zur Nadel und zur Anleitung passen. Die englischen Stufen reichen von Lace (sehr fein, Nadelstärke 2–3,25 mm) über DK (mittel, 3,5–4,5 mm) bis Bulky (sehr dick, 7–9 mm) – jede Stufe steht mit ihrer Nadelstärke im Filter.
Ein Paar Socken, ein Pullover oder eine Amigurumi-Figur stellen ganz verschiedene Ansprüche an dasselbe Material. Der Projektfilter zeigt zu jedem Vorhaben das Garn, dem wir es als Hauptzweck zuordnen – nicht jede Verwendung, für die ein Garn laut Hersteller zusätzlich taugt.
Empfehlung
Extrafeine Merinowolle mit 320 m je 100 g, laut Hersteller waschmaschinenfest und filzfrei – in den Rezensionen vor allem für ihre Weichheit gelobt.
Auch empfehlenswert
Sockenklassiker aus 80 % Schurwolle und 20 % Polyamid mit 420 m je 100 g, laut Rezensionen für den angenehmen Griff gelobt – laut Hersteller zudem strapazierfähig an Ferse und Spitze.
Auch empfehlenswert
4-fädiges Sockengarn aus 75 % Schurwolle und 25 % Polyamid mit 420 m je 100 g, in den Rezensionen vor allem für Farboptik und Qualität gelobt – als 1000-g-Set zudem günstig im Preis je 100 g.
Drei Dinge kommen hier zusammen, die sonst kein Garn im Vergleich gleichzeitig mitbringt: eine reine Edelfaser, eine Pflegeangabe, die den häufigsten Kummer beim Wollgarn ausräumt, und ein Preis je 100 g im Mittelfeld statt an der Spitze. Wo andere Garne günstiger sind, mischen sie Polyamid oder Polyacryl bei oder sind auf ein anderes Projekt wie Socken, Filzen oder Amigurumi ausgelegt; unter den Woll-Garnen für Pullover und Jacken verlangt die weichere Alternative Handwäsche statt Maschine.
Die Angaben von Banderole und Datenblatt dazu:
Der wiederkehrende Kritikpunkt steht in der Einschätzung offen daneben: Eine Rezension berichtet, dass sich die Fasern beim Verarbeiten leicht in einzelne Stränge auftrennen – hier ist etwas Sorgfalt gefragt.
Einschätzung lesen →Unsere Bewertung folgt einem festen Raster mit 4 Kriterien. Grundlage sind die Angaben auf Banderole und Datenblatt, die Zusammensetzung der Faser, die Lauflänge und die systematische Auswertung von Kundenrezensionen. Gestrickt wird dafür nichts – wir vergleichen, was belegbar ist.
Faserzusammensetzung laut Banderole und wie Griff, Weichheit und Verarbeitung in ausgewerteten Rezensionen beschrieben werden.
Spannbreite von Garnstärke, Lauflänge und Farbauswahl – wie vielseitig sich das Garn für unterschiedliche Strick- und Häkelprojekte eignet.
Waschbarkeit laut Herstellerangabe, Pillingneigung und Farbechtheit zwischen Partien, jeweils nach Banderole und Rezensionslage.
Preis je 100 g im Verhältnis zu Materialqualität und Ausstattung, verglichen mit dem übrigen Feld.
Was auf der Banderole steht, was die Garnstärken DK, Aran und Fingering bedeuten und warum die Maschenprobe die halbe Miete ist.
Zum Artikel →
Eine nachvollziehbare Rechnung aus Lauflänge und Verbrauchsspanne – statt „kommt darauf an".
Zum Artikel →Welches Garn ein Paar Socken trägt – und wie viel davon Sie brauchen.
Warum Merinowolle feiner ausfällt und was das für Griff und Preis bedeutet.
Was ein Strickstück einlaufen lässt und welche Angabe auf der Banderole davor schützt.